|
Der Montagmorgen
Durch den nachlassenden Druck auf meinen Körper wurde ich wach. Ich bemerkte, wie auch Nena sich
bewegte. Noch immer war es absolut stockdunkel und unsere Hälse steckten noch immer fest in den Öffnungen der Schlafkiste. Dann spürte ich, wie das Brett, das uns an der Kiste festhielt, entfernt
wurde. "Aufstehen", hörte ich Angie ganz weit weg rufen. "Den Rest könnt ihr alleine erledigen. Kommt dann hoch zum Frühstück. Und laßt mich nicht zu lange warten, sonst werde ich zum Wochenbeginn
schon wieder ungemütlich."
Ich setzte mich in der Kiste hin und begann, die Rollkragen der Pullover, die ich trug, nach unten zu
schlagen. Als ich den letzten Kragen unten hatte, sah ich, daß Nena immer noch in der Kiste lag und sich räkelte und streckte. Sie machte gar keine Anstalten, aufzustehen. Um Angie nicht zu provozieren,
zog ich Nena hoch, rollte auch die Kragen ihrer Pullover nach unten, band den Schal los und entfernte die Wollsocke aus ihrem Mund. "Ich habe doch gerade so schön geträumt und mich dabei so wohl
gefühlt. Und jetzt reißt du mich aus dem Schlaf!" schnaubte mich Nena an. "Ich glaube, du läßt besser deinen Knebel noch eine Weile drin, dann kannst du mir jetzt auch keine freche Antwort geben." Recht
hatte sie ja, denn ich hätte ihr am liebsten eine passende Antwort gegeben.
"Komm, wir kämpfen noch ein bißchen, wie wir es auch daheim ab und zu tun. Und damit
Chancengleichheit herrscht, darfst du deine Hände nicht benutzen", sagte Nena. Sie nahm einen daliegenden Schal und band mir die Hände auf den Rücken. Ich ließ sie gewähren. Dann sagte sie
plötzlich: "Vielleicht sollten wir doch zuerst frühstücken gehen, damit Angie nicht sauer ist." Damit hatte ich nicht gerechnet. Nena schnappte mich und zerrte mich nach oben in das Eßzimmer, wo Angie
schon wartete.
"Ja. Was ist denn jetzt los?" fragte Angie. "Lutz frühstückt sonst nie. Deshalb braucht er jetzt auch
nichts zu essen", antwortete Nena. "Mir ist das egal. Aber an deiner Stelle wäre ich ein bißchen vorsichtiger. Man weiß nie, wie man mal in eine Situation kommt, in der man auf fremde Hilfe
angewiesen ist", gab Angie zu bedenken. Aber Nena blieb stur. Sie drückte mich auf einen der Stühle und zog mir auch die Kragen der Rollkragenpullover wieder hoch. Es wurde dunkel um mich herum. Der
Geruch der Wolle war jetzt besonders intensiv.
"Ist eigentlich schon Post gekommen?" hörte ich Nena fragen. "Ich war noch nicht am Briefkasten",
antwortete Angie. "Ich will nämlich jetzt endlich aus dieser Kopfhaube heraus. Da kann man ja nicht vernünftig essen", schimpfte Nena. "Du scheinst dich aber in den anderen Wollsachen wohlzufühlen,
wenn es dir nur auf die Kopfhaube ankommt", sagte Angie. "Ja, die anderen Sachen stören mich auch nicht weiter, wenn nur der Kopf mal frei wäre." "Dein Mann sitzt aber noch viel schlimmer da und du
bist ganz alleine dafür verantwortlich", gab Angie abermals zu bedenken.
Es entstand eine Pause. Niemand redete mehr. Ich hätte so gerne was gesagt, aber mit dem Knebel im
Mund war das leider nicht möglich. Auch konnte ich dank der hochgezogenen Rollkragen nicht sehen, was da so vor sich ging.
"Ich gehe mal an den Briefkasten und schaue nach, ob schon was da ist", sagte Angie. "Und du kannst schon mal deinen Mann befreien. Ich denke es reicht jetzt, er hat genug geschmachtet. Er soll auch noch
was essen, bevor ihr nach Hause geht." Aber Nena dachte nicht daran, mir die Fesseln meiner Hände zu lösen. Als Angie zurückkam, erzählte sie ihr, ich hätte mich gegen das Lösen des Schals gewehrt und
wolle noch einige Zeit so verbringen. Das war glatt gelogen.
"Ist auch nicht weiter schlimm", antwortete Angie. "Der Briefträger war zwar da, hat aber die Schlüssel
für eure Anzüge noch nicht gebracht." Mir fuhr ein Schreck durch die Glieder. Sollte ich vielleicht noch einen Tag so herumlaufen und mir Fesselungen aller Art gefallen lassen? Plötzlich hörte ich Geräusche,
die ich nicht zuordnen konnte. Was war denn da bloß los? Es wurde wieder still. Dann merkte ich, wie sich jemand an meinem Kopf zu schaffen machte. Die Kragen der Pullover wurden nach unten gerollt
und es wurde wieder hell um mich herum.
Ich sah nichts als einen reichhaltig gedeckten Frühstückstisch. Die Person, die sich an mir zu schaffen
gemacht hatte, stand hinter mir. Der Druck auf die Wollsocke, mit der ich geknebelt war, wurde geringer, der Schal, der den Knebel festhielt, wurde entfernt, dann der Reißverschluß an meinem Mund
aufgezogen und der Wollstrumpf herausgenommen. Ich war aber noch immer gefesselt. Ich stand auf und drehte mich um. Da stand Angie vor mir. Von Nena war nichts zu sehen.
"Wo ist Nena?" fragte ich. "Die ist nach unten gegangen", lautete Angies knappe Antwort. "Und jetzt
frühstücke mal in Ruhe. Es wird dir guttun." Was ging da nur wieder vor sich? Warum war Nena nicht mehr da? Was machte sie im Untergeschoß? Angie löste mir den Schal, der meine Hände zusammenhielt.
Ich setze mich hin und begann zu frühstücken.
Nach einiger Zeit fragte ich Angie, ob ich vorhin richtig gehört hätte, als sie sagte, daß die Schlüssel zu
unseren Catsuits noch nicht eingetroffen seien. "Du hast richtig gehört. Mach dir aber keine Sorgen, ihr dürft bald gehen, wenn ihr wollt", antwortete Angie. Ich wollte zwar nicht unbedingt gleich gehen, aber
die Anzüge, die meinen Körper so fest umschlossen, hätte ich mittlerweile doch gerne mal ausgezogen. "Und selbst, wenn ihr noch einen Tag hier bleibt, ist das kein Beinbruch. Ihr habt ja Zeit. Und vermissen
wird euch auch niemand." Das hatte Angie wirklich geschickt eingefädelt. In der Tat hatten Nena und ich Urlaub und unsere Nachbarn würden sicherlich denken, daß wir irgendwo ein verlängertes
Wochenende verbringen würden.
Angie hatte mich gebeten, die vier schweren Pullover, die ich trug anzubehalten. Es war mir mittlerweile
auch egal und ich hatte mich sogar an eingeschränkte Bewegungsfreiheit gewöhnt. Das Frühstück schmeckte vorzüglich. Ich hatte aber auch einen Bärenhunger. Angie saß derweil stumm am Tisch und beobachtete mich.
Als ich mit dem Frühstück fertig war, sagte Angie: "Dann wollen wir mal nach unten gehen." Wir standen auf, und ich folgte ihr in den Keller. Sie öffnete die Tür eines Raumes, in dem wir noch nicht
waren. Als ich den Raum betrat, sah ich, wo Nena steckte. Sie steckte in einer wollenen Zwangsjacke, wie wir sie in der ersten Nacht getragen hatten, und saß in einem Holzkäfig, der an der Decke aufgehängt war.
"Möchtest du deiner Frau noch eine Weile Gesellschaft leisten?" fragte Angie. Und ehe ich mich versah, fielen Cora und Sheila, die ich bisher gar nicht bemerkt hatte, über mich her und steckten auch mich in
eine solche Wollzwangsjacke. Meine Arme wurden, wie bei Nena, auf dem Rücken gekreuzt und wieder nach vorne gezogen. An Gegenwehr war überhaupt nicht zu denken. Die Stellung war sehr unbequem.
Der Käfig wurde herabgelassen, der Deckel geöffnet und ich mußte zu Nena in den Käfig steigen.
Nachdem Sheila und Cora den Käfig wieder in die Höhe gezogen hatten, sagte Angie: "So meine lieben
Vögel. Hier seid ihr fürs erste gut aufgehoben. Ich werde mir mal überlegen, was ich mit euch noch so alles anstellen kann." Die drei Frauen verließen den Raum.
Nena und ich wollten jetzt nur noch eines. Nämlich nach Hause. Uns war es mittlerweile auch gleichgültig, ob war in den Anzügen gehen mußten oder ob vielleicht doch noch jemand mit den
Schlüsseln für unsere Manschetten kommen würde. Die Anzüge waren ja nicht das eigentliche Problem. Die konnte man ja gegebenenfalls unter normaler Straßenkleidung verstecken. Die Mützen mit den
Gucklöchern und den Reißverschlüssen an Mund und Ohren, die würden in der Öffentlichkeit ganz schön Aufsehen erregen. Im Moment war an gehen sowieso nicht zu denken. Wir saßen im Käfig fest.
Ich versuchte, mich aus der Wollzwangsjacke zu befreien. Auch Nena zerrte und machte wie wild. Die ganzen Anstrengungen führten aber nur zu dem Ergebnis, daß wir beide wieder wahnsinnig zu schwitzen
anfingen. Man konnte richtig den Dampf in dem Käfig spüren.
Etwa eine Stunde war vergangen, als Angie zusammen mit Cora und Sheila den Raum wieder betrat.
"Na? Habt ihr euch ausgetobt? Es war herrlich, euch zuzuschauen, wie ihr versucht habt aus den Zwangsjacken rauszukommen. Jetzt aber Schluß damit", sagte Angie. Mit einer Geste zeigte sie auf eine
Kamera, die wir noch gar nicht entdeckt hatten.
Cora und Sheila ließen den Käfig auf den Boden herunter und halfen uns auszusteigen. "Hat es euch
gefallen?" fragte Angie ganz hämisch. "Wenn ihr wollt, dürft ihr jetzt nach Hause gehen." "Sollen wir
etwa so, wie wir sind auf die Straße?" fragte Nena. "Wie ihr wollt. Ihr könnt die Sachen anbehalten oder ihr könnt auch alles ausziehen und die Kleider anziehen, die ihr mitgebracht habt", antwortete Angie.
"Die Schlüssel zu euren Anzügen sind mittlerweile eingetroffen."
Wir zogen es natürlich vor, uns umzuziehen. Sheila und Cora halfen uns aus den Wollzwangsjacken
heraus. "Die Pullover und Leggings könnt ihr hier ausziehen. Meine beiden Feen werden sie wegräumen", sagte Angie. Wir taten wie uns gesagt und folgten dann Angie. Sie brachte uns in ein
Badezimmer, in dem eine riesengroße Eckbadewanne mit Besprudelungsanlage eingebaut war. Angie nahm die Schlüssel hervor und öffnete die Manschetten an unseren Hand- und Fußgelenken sowie
unsere Halsbänder. Endlich konnten wir aus unseren Anzügen heraus. "So. Dann nehmt mal ein gutes warmes Bad. Ich werde in einiger Zeit wiederkommen und euch frische Kleider bringen", verabschiedete sich Angie.
Wir zogen die beiden Catsuits und unsere Wollmasken aus. Nachdem ich auch meine Windel ausgezogen hatte, betrachtete ich mir diese ganz genau. Es waren wirklich überall Sensoren eingearbeitet. Das war
ganz einfach eine super Erfindung.
Als wir nun so nackt dastanden, bemerkten wir erst, daß uns etwas fehlte. Wir hatten uns so an die
Wolle an unseren Körpern gewöhnt, daß wir sie nicht mehr missen wollten. Ich war gespannt darauf, welche Art von frischer Kleidung uns Angie bringen würde.
Nena und ich sprangen in die Badewanne, und wir genossen das sprudelnde Wasser.
<zurück> <Übersicht> <Forum> <weiter>
|