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Die Modenschau
Es war einmal wieder einer dieser Samstage im Frühsommer, an denen man nicht weiß , wie es einem ist.
So rein vom Kalender her gesehen sollte es schön warm sein, draußen war es aber eher saukalt und
windig. Wir hatten keine Lust zu gar nichts und drückten uns nur daheim herum, als mich das Telefon
aus meinen Tagträumen riß. Es war unsere Freundin Angie. Sie wollte mit meiner Frau Nena sprechen.
Angie lud uns zu einem "Kleiderabend" ein. Ich konnte mir zunächst absolut nichts darunter vorstellen,
Nena klärte mich aber alsbald auf. "Das ist so was ähnliches wie ein Tupperabend oder Schmuckabend,
nur daß da eben Kleider gezeigt werden. Um welche Art von Kleidern es sich dabei handelt, hat mir
Angie nicht gesagt", klärte Nena mich auf. Es war mir auch völlig egal. Die Hauptsache war, der
Nachmittag und der Abend gehen rum. Angie hatte noch gesagt, daß wir uns warm anziehen sollten, weil ein Teil der Präsentation bei ihr im Garten stattfinden wird.
Nach dem Mittagessen machten wir noch einen ausgedehnten Spaziergang und fuhren dann am späten
Nachmittag zu Angie. Nena trug Jeans und einen Strickpullover mit Zopfmuster unter Ihrer Jacke. Ich
hatte mich ebenfalls für Jeans und Rollkragenpullover entschieden, zog jedoch einen Pullover mit Norwegermuster einer Jacke vor.
Bei Angie angekommen mußten wir feststellen, daß sich bereits eine illustere Gesellschaft eingefunden
hatte. Mir fiel gleich auf, daß es niemanden gab, der nicht irgendein wolliges Kleidungsstück trug. Hatte dies irgendwas zu bedeuten oder froren alle so wie wir.
Angie war eine Perfektionistin. Sie hatte alles super vorbereitet. Imbiß und Getränke gehörten genauso
zur Party wie die kleinen Stehtische für den Smalltalk. Auch war ein kleiner Laufsteg aufgebaut, auf dem
anscheinend die Kleider gezeigt werden sollten. Die Stehtische standen links und rechts des Laufstegs.
Als Angie uns erblickte kam sie schnell angerannt und hieß uns herzlich willkommen. Die Schau sollte gleich losgehen.
Und ich staunte nicht schlecht, als die ersten Models hinter dem Vorhang, mit dem der Umkleidebereich
abgegrenzt war, hervorkamen. Ich hatte erwartet, daß hier die neueste Sommerkollektion gezeigt wird.
Aber weit gefehlt. Bei der gezeigten Kleidung handelte es sich ausschließlich um Winterware. Zur
Vorführung kam alles, was den Winter warm und angenehm machen kann, vom dicken Mohair-Rollkragenpullover über Strickleggings, Kniestrümpfe, Stulpen, Fingerhandschuhe und
Fäustlinge bis zu Mützen, furchtbar langen Schals und Wollponchos.
Bei einigen Models fiel mir auf, daß sie nicht unbedingt so superschlank waren, wie man sich ein Model
normalerweise vorstellt. Beim genaueren Hinsehen bemerkte ich jedoch, daß diese Damen mehrere
Schichten Wollkleidung übereinander trugen. Und je weiter der Abend fortschritt, desto 'dicker' wurden diese Models.
Als die Vorführung vorüber war, ergriff die Gastgeberin das Wort. Sie teilte uns mit, daß die gezeigten
Stücke alle handgefertigt seien und daß es auch möglich sei, die Kleidung näher zu begutachten und
auch anzuprobieren. Dazu stünden im Umkleidebereich geräumige Kabinen zur Verfügung. Wir bräuchten uns nicht zu beeilen, denn es müßte zunächst noch aufgeräumt werden.
Nach kurzer Zeit war es dann endlich soweit. Der Backstagebereich wurde geöffnet. Und wieder kam
ich aus dem Staunen nicht heraus, als wir hinter den Laufsteg gingen. Die während der Show gezeigten
Sachen waren nur ein Bruchteil dessen, was jetzt hier zu sehen war. Überall stapelten sich die
kuscheligsten Wollsachen. Die Models standen von Kopf bis Fuß in Wolle gekleidet bereit, um uns zu beraten.
Nena und ich schauten uns zunächst in aller Ruhe um. Wir wußten beide voneinander, wie Wolle uns
magisch anzog und machten oftmals ein Spiel daraus, dem anderen nicht zu erzählen, was man denn so
alles wollige trug. Erst abends, wenn wir zu Bett gingen, wurde dann offenbar, wie gut wir uns wieder eingepackt hatten.
So hatte ich Nena auch nicht erzählt, daß ich unter dem Rollkragenpullover noch einen weiteren
Rollkragenpullover und ein Sweatshirt trug. Zu alledem hatte ich mir den Oberkörper ganz fest mit
langen Wollschals umwickelt. Diese Wickel wurden so langsam aber sicher auch etwas unbequem. Bei
Nena konnte ich nur erahnen, was da so alles unter Ihrer Strickjacke versteckt war.
Angie lief ständig von Gast zu Gast und ermunterte uns, doch mal etwas anzuprobieren. Es seien auch
genügend Sachen für Partnerlook da und die Models seien für alle Fragen offen und würden uns auch beim Anziehen behilflich sein, falls es notwendig würde.
Ziemlich zu Beginn der Präsentation war mir ein Paar aufgefallen, das die gleichen Wollensembles trug.
Pullover und Leggings waren aus Mohair und schmiegten sich wunderbar an Ihre Körper. Genau diese
beiden entdeckte ich jetzt wieder. Ich fragte Nena, ob sie denn nicht mal den Pullover anprobieren
möchte, denn ich konnte mir gut vorstellen, daß sie darin sehr schick aussehen würde.
Wir gingen an den Stand, wurden freundlich begrüßt und unterbreiteten unseren Wunsch. Die Frau
fragte uns, ob wir denn nicht beide mal das komplette Ensemble anprobieren möchten. Ich wollte
zunächst einen Rückzieher machen, ließ mich nach einigem Hin und Her doch überzeugen,
mitzumachen. Wir bekamen jeweils ein Ensemble in die Hand gedrückt und durften uns in die
Umkleidekabine zurückziehen. In den Kabinen waren Schränke aufgestellt, in die man die mitgebrachte Kleidung legen konnte. Angie hatte wirklich an alles gedacht.
Da uns die Standbetreuer gebeten hatten, alle unsere Kleider auszuziehen, entledigte ich mich meiner
Kleider, entwickelte meinen Oberkörper und verstaute die Sachen im Schrank. Nena und ich hatten
auch noch jeweils eine ganz dicke Hosenwindel mitbekommen, die wir anstatt unserer Unterhosen
anziehen sollten. Es sei gesünder für die Haut, hatte man uns erklärt. Ich konnte das zwar nicht ganz
verstehen, aber irgend einen Grund würde es schon haben. Beim Anziehen der Legging stellte ich fest,
daß diese auch Fußteile hatte, also eigentlich eine Mohairstrumpfhose war. Das war aber nicht weiter
schlimm, denn so hatte ich mir wenigstens das Anziehen der Strümpfe gespart.
Noch mehr überrascht war ich, als ich den Pullover überstreifte. Er hatte einen etwa zehn Zentimeter
hohen dicken Stehkragen und an den Ärmeln waren dicke Fingerhandschuhe angearbeitet. Es schien also ein Spezialmodell zu sein.
Die Kleidungsstücke schmiegten sich sehr eng an meinen Körper, da die Wolle nicht nur doppelt
gestrickt, sondern auch noch mit einem Gummifaden durchzogen war. Besonders der hohe Stehkragen lag fest um meinen Hals und ging hart bis unter das Kinn.
Ich war gerade fertig angezogen, als auch schon Nena in meine Umkleidekabine kam. Sie sah
faszinierend aus. Ich gab ihr ein Kompliment und bekam auch gleich eines zurück. Sie fragte mich, ob
ich denn schon das besondere an Pullover und Legging bemerkt hätte. Ich wußte zunächst nicht, was sie
meinte. Dann machte sie sich an mir zu schaffen und ich bemerkte wie das Ober- und das Unterteil mit
einem Reißverschluß verbunden wurde. Obwohl die Mohairwolle ganz schön auf der nackten Haut kratzte, war es ein schönes Gefühl diese Kleider zu tragen.
So zogen wir bereitgestellte Hüttenschuhe an, verließen die Umkleide und gingen wieder nach draußen.
Dort mußten wir feststellen, daß fast alle anderen Partybesucher auch schon rege dabei waren, Sachen auszuprobieren.
Auch Angie hatte angefangen, sich anders einzukleiden. Sie trug einen angoranen Catsuit mit
angearbeiteter Mütze, die nur das Gesichtsfeld offen ließ, farblich abgesetzte Fingerhandschuhe und
Strümpfe. Der Anzug war durch einen Reißverschluß im Rücken geschlossen. Auch der Halsbereich war
farblich abgesetzt, so daß ihr Hals unendlich lang erschien. Sie fragte uns, ob wir mit dem bisherigen
Verlauf des Abends zufrieden seien und gab uns zu verstehen, daß die Nacht noch lang sei.
Angie begleitete uns zu dem Stand, von dem sie ihren Catsuit hatte und fragte uns, ob wir denn nicht
auch mal so was probieren möchten. Ich sagte, ich wolle das Ensemble noch ein bißchen anbehalten und
hätte keine Lust mich dauernd umzuziehen. Genau darauf hatte Angie gewartet. Sie sagte: "Es wird
noch sehr kalt in der Nacht. Zieht doch den Catsuit einfach drüber". Wir ließen uns überzeugen.
Angie wollte uns als Gastgeberin zwei Anzüge aussuchen und uns beim Anziehen behilflich sein. Wir
ließen sie gewähren. Zunächst verschwand Angie mit Nena im Umkleideraum. Es dauerte eine ganze Weile. Dann kann sie zu mir, ohne daß ich Nena vorher gesehen hatte.
Wir gingen in einen anderen Umkleideraum und Angie fragte mich recht hämisch, ob ich noch Hunger
oder Durst hätte. Ich verstand den Sinn der Frage nicht ganz, verneinte sie aber.
Ich zog die Hüttenschuhe aus und Angie reichte mir den Catsuit. Er hatte genau wie Angies Anzug einen
Reißverschluß, der von der Hüfte bis zum oberen Ende das Halsteils reichte. Es gab aber auch
Unterschiede, die ich bisher noch nicht bemerkt hatte und die mir das Leben schwer machen sollten.
Zum einen war er aus einem Gemisch von 60 % Angora und 40 %Schurwolle mit doppeltem Faden
gestrickt, was darauf hindeutete, daß er wahnsinnig warm halten würde zum anderen hatte er auch angesetzte Füßlinge und Fingerhandschuhe aber kein Kopfteil.
Als ich den Anzug wie einen Arbeitsoverall anziehen wollte, machte mich Angie darauf aufmerksam,
daß der Reißverschluß auf den Rücken kommt. So stieg ich durch die Rückenöffnung in die Beine und
wollte gerade das Oberteil hochziehen, als Angie mich stoppte. Sie bedeutete mir, daß sie mir jetzt helfen möchte, damit ich nichts falsch mache.
Sie bat mich in die Ärmel mit den Fingerhandschuhen zu schlüpfen, das Oberteil jedoch noch nicht
hochzuziehen, was ich auch tat. Angie stellte sich hinter mich und kramte in einer Kiste herum, die sie
mitgebracht hatte. Sie sagte: "Erschreck bitte jetzt nicht und laß mich einfach nur machen. Nena hat das Ganze sehr gut gefallen."
Ich merkte wie mir das separate Kopfteil des Catsuits wie ein Sack über den Kopf gezogen wurde. Es
war aber anders, als das Teil von Angies Anzug. Es war komplett geschlossen bis auf zwei Löcher für die
Augen, hatte ein langes Halsteil und eine Schulterpartie. Die Schulterteile wurden in den Achselhöhlen miteinander verbunden, so daß das Kopfteil richtig fest saß.
Ich fing an zu protestieren, Angie gelang es aber, mich zu beruhigen. Sie half mir gänzlich in das Oberteil
des Anzugs zu schlüpfen und zog den Rückenreißverschluß hoch. Ich wollte schon loslaufen, um mir
Nena anzusehen als Angie mich bremste. Sie sagte sie sei noch nicht ganz fertig mit mir. Es fehle noch was an dem Anzug, das sie jetzt anbringen möchte.
Sie fragte mich, ob sie mir dafür kurz die Augen verbinden dürfe. Sie würde mir auch gleich genau
erklären, was sie gemacht habe. Da ich nichts sagte, interpretierte sie dies als Zustimmung und verband mir die Augen mit einem Wollschal.
Ich merkte wie sie sich zunächst an meinen Handgelenken, dann an meinen Fußgelenken und schließlich
an meinem Hals zu schaffen machte. Da ich nun schon zwei dicke Wollschichten trug, konnte ich nicht genau feststellen, was da geschah.
Kurze Zeit später nahm sie mir die Augenbinde ab und fragte mich, ob ich mich denn wohlfühle. Dabei
hatte sie so einen schelmischen Blick aufgesetzt, daß ich es vorzog keine Antwort zu geben. Angie bat
mich, kurz zu warten, sie würde Nena holen gehen. Dann müsse sie nicht zweimal erklären, was sie mit uns gemacht hatte.
Als Nena hereingeführt wurde mußten wir feststellen, daß wir beide gleich aussahen mit dem einzigen
Unterschied, daß mir der Busen fehlte. Ich sah auch, daß am Kopfteil von Nenas Catsuit im Bereich des
Mundes und der Ohren Reißverschlüsse angebracht waren, die jedoch von je einem kleinen
Vorhängeschloß gegen unbefugtes Öffnen gesichert wurden. Angie fing an zu erzählen, was sie gemacht hatte.
Sie erklärte uns, daß der Anzug an Handgelenken, Fesseln und Hals doppelschichtig sei und daß sie
zwischen die beiden Schichten durch einen Schlitz hindurch an Händen und Füßen etwa fünf
Zentimeter breite Manschetten aus Leder eingeschoben hätte. In die Zwischenschicht um den Hals sei
ein sieben Zentimeter breites Halsband eingeführt worden. Die Sicherungsbänder besäßen zwar keine
Vorhängeschlösser, wie die Reißverschlüsse am Kopfteil, hätten jedoch fest eingerastet und könnten nur
mit dem passenden Schlüssel wieder geöffnet werden. Wir sollten auch nicht daran denken, die
Manschetten und das Halsband mit Gewalt entfernen zu wollen. "Es ist ein Edelstahlgewebe
eingearbeitet, das fast jeder mechanischen Gewalt standhält", klärte uns Angie auf.
Nena und mir stockte zunächst das Blut in den Adern. Aber wir hatten uns ja selbst und ohne Widerrede
in diese Situation bringen lassen. Angie gönnte uns noch einen Blick durch die Schlitze an den
Handgelenken unserer Catsuits, damit wir uns überzeugen konnten, daß die Manschetten fest saßen,
bevor sie auch dort Reißverschlüsse zuzog und auch diese mit Vorhängeschlössern sicherte.
Somit war es Nena und mir nicht mehr möglich, uns ohne fremde Hilfe auszuziehen. Wir fragten Angie,
wer denn die Schlüssel zu unseren Catsuits hat. Angie antwortete nur, daß wir sie doch erst angezogen hätten und nicht schon wieder ans ausziehen denken sollten.
Dabei war uns gar nicht wohl zumute. Wir konnten uns doch nicht in unseren Anzügen unter die
restlichen Partygäste mischen. Was würden die wohl denken? Angie beruhigte uns. "Die anderen Gäste
empfinden ein solches Outfit als völlig normal und werden sich nicht im geringsten daran stören."
Nena und ich wußten wirklich nicht, wie uns geschah. Zwar hatten wir eine Vorliebe für Wollkleidung,
daß wir aber einmal komplett in Wolle eingeschlossen würden, daran hat von uns beiden keiner jemals gedacht.
Ich merkte jetzt auch, daß die Wolle so langsam aber sicher anfing, ihren Dienst zu tun. Unsere Anzüge
lagen sehr eng am Körper an und vor allen der obere sorgte durch seinen hohen Angoraanteil für eine
angenehme Wärme. Der untere, der direkt auf der Haut auflag machte sich durch ein leichtes Kratzen und Jucken bemerkbar. Angie hatte das schon geschickt eingefädelt.
Ich zog meine festen Hüttenschuhe wieder an und wollte mit Nena loslaufen, als Angie und bremste. Sie
meinte wir seien doch ein Paar und dies könnte man doch wirklich zeigen. Es sei doch schön, wenn sich zwei Menschen gut verstünden. Wir stimmten natürlich zu.
Angie bat uns, uns nebeneinander hinzustellen und uns die Hände zu geben, so wie man das bei einem
Ausflug im Kindergarten macht. Wir stellten uns nebeneinander hin und reichten uns die Hände. Nena
stand rechts von mir. Unsere Finger hatten sich dank der Wollfingerhandschuhe wie Kletten ineinander
verhakt. Angie machte sich hinter unserem Rücken wieder an der Kiste zu schaffen. Sie sprach nochmals
einige beruhigende Worte und ehe wir uns versahen waren unsere Arme in Höhe der Handgelenke und der Ellenbogen mit kurzen Wollschals aneinandergebunden.
"Jetzt kann jeder sehen, daß ihr zusammengehört", meinte Angie. "Ich bin aber noch nicht fertig". Sie
zog uns noch vier wollene dicke Kniestrümpfe über unsere gefesselten Unterarme, so daß unsere Hände
in Fauststellung gehalten und unsere Unterarme ganz fest aneinander gepreßt wurden.
Jetzt endlich durften wir den Umkleideraum wieder verlassen und wir staunten nicht schlecht, als wir die
anderen Partygäste sahen. Fast alle waren irgendwie vermummt oder zumindest sehr dick angezogen.
Der Rest des Abends verlief ohne daß uns Angie noch irgendwie behelligt hätte. Nena und ich waren
eben aneinandergebunden und wir amüsierten uns köstlich dabei. Nur der Umstand, daß wir dank
unserer verschlossenen Mundpartie nichts mehr essen und trinken konnten gefiel uns nicht besonders
gut. Deshalb baten wir unsere Gastgeberin, uns wenigstens den Reißverschluß am Mund zu öffnen,
damit wir noch etwas trinken könnten, denn wir schwitzten in unseren Anzügen ungemein. Angie
konnte anscheinend mit uns fühlen und entfernte die Schlösser an unseren Mündern mit der Bitte nichts mehr zu essen.
Kurz nach Mitternacht gingen die ersten Gäste nach Hause. Auch wir dachten daran, daß wir uns so langsam aber sicher auf den Heimweg machen könnten.
Wir gingen zu Angie und baten sie, uns beim Umziehen behilflich zu sein. Wir hätten die Annehmlichkeiten von eng anliegender Wollkleidung jetzt zur Genüge gekostet.
Ich bemerkte, daß Angie wieder dieses schelmische Grinsen aufgesetzt hatte. Sie sagte, daß es ein
Problem mit den Schlüsseln für unsere Hand- und Fußgelenkmanschetten und unsere Halscorsagen
gäbe. Sie habe die Schlüssel heute Morgen in ein kleines Paket gelegt, dieses Paket an sich selbst
adressiert und zur Post gegeben. Die Schlüssel seien also frühestens am Montag wieder da.
Jetzt wurde mir auch klar, warum ich die dicke weiche Windel anziehen mußte, bevor ich in die erste
Legging schlüpfte. Ich griff Nena an den Hintern und stellte fest, daß auch sie eine solche Windel trug.
Wir waren beide sprachlos. So hatten war uns das eigentlich nicht gedacht, als wir uns auf den Weg zu
einer Modenschau machten. Die Vorstellung, bis am Montag in diesen Anzügen gefangen zu sein, ließ
mir den Schweiß ausbrechen. Und je mehr ich schwitze, desto mehr kratze und juckte die Mohairwolle auf meinem Körper. Nena ging es genau so. Es war ein Teufelskreis.
Als wir uns wieder gefaßt hatten, meinte Angie, wir hätten zwei Möglichkeiten. "Entweder ihr geht wie
ihr seid nach Hause und kommt am Montag zur Befreiung wieder oder ihr seid bis Montag meine Gäste."
In Anbetracht der Tatsache, daß ich keine Lust hatte in dem Aufzug in die Öffentlichkeit zu gehen, nahm ich die Einladung dankend an. Auch Nena stimmte zu.
Die übrigen Gäste waren mittlerweile alle gegangen, nur noch einige Helferinnen unserer Gastgeberin
waren anwesend. Angie schickte alle bis auf zwei nach Hause. Sie waren in einem ähnlichen Outfit wie
wir gekleidet und Angie stellte sie uns mit den Namen Cora und Sheila vor.
Wir setzten uns alle gemütlich an einen der Tische und Angie fing an zu erzählen. Es sei nicht das erste
Mal, daß sie eine solche Party veranstalten würde. Auch hätte sie uns in den langen Jahren unserer
Bekanntschaft sehr oft genau studiert und dabei festgestellt, daß wir einen besonderen Bezug zu
Wollkleidung hätten. Dabei sei ihr der Gedanke gekommen, uns vollends in das Reich der Wolle einzuführen. Und heute würden wir am Eingang des Reichs der Wolle stehen.
Sie fragte uns, ob wir uns denn dabei wohlfühlten. Da wir uns mit unserer Situation abgefunden hatten
und es bis Montag auch keinen Ausweg mehr gab, bejahten wir die Frage. Angies Assistentinnen saßen stumm dabei und regten sich auch nicht.
Angie erzählte uns auch noch, daß sie über das Wochenende noch einige Sachen mit uns vorhätte und
sie uns bitten möchte dabei mitzumachen. Sie betonte, daß alles auf freiwilliger Basis geschehe und wir
garantiert keinen Schaden nehmen würden. Sie versprach uns auch eine zusätzliche Entlohnung in Form
von Naturalien, wenn wir ihr zur Verfügung stehen würden. Sie wolle einige Bilder von uns machen und
auch ein Video drehen. Sie lachte, als wir die Zusicherung haben wollten, daß unsere Gesichter nicht zu
sehen seien. "Die bleiben zumindest bis Montag eingepackt", feixte sie. So stimmten wir zu. Es blieb
uns auch nicht viel anderes übrig, wenn der Sonntag nicht total langweilig werden sollte.
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