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Unsere neuen Kleider
Nach etwa 45 Minuten kamen die drei Frauen wieder in das Badezimmer. Cora und Sheila trugen eine
große Truhe. Angie reichte uns Handtücher, damit wir uns abtrocknen konnten. "Trocknet euch ab und fönt euch schon mal die Haare", sagte Angie. "Wir kommen bald zurück." Nena und ich hätten ja so
gerne gewußt, was in der Truhe ist. Sie war aber abgeschlossen. Wir waren gerade fertig mit dem Fönen der Haare, als die drei das Bad wieder betraten.
Angie ging an die Truhe und schloß sie auf. "Ich habe euch versprochen, daß ich euch in 'Naturalien' bezahlen werde", sagte Angie. "Und um feststellen zu können, ob auch alles gut paßt, werdet ihr die
Sachen jetzt mal anprobieren. Mit wem sollen wir anfangen? Oder wollt ihr euch gleichzeitig anziehen?" Da wir so schnell wie möglich nach Hause wollten, beschlossen wir, es gleichzeitig zu tun.
"Ich habe hier einigen Sachen meiner neuesten Kollektion dabei", fuhr Angie fort. "Als erstes bekommt
jeder von euch mal eine Unterhose." Angie reichte Nena und mir jeweils ein Kleidungsstück. "Wollt ihr sie denn nicht anziehen oder warum schaut ihr so belämmert aus der Wäsche?" fragte Angie. Die
Unterhosen, die uns Angie gegeben hatte, sahen wirklich komisch aus. Sie hatten einen Beinansatz und eine recht hohe Bauchpartie. Die Innenseite war aus einer recht glatten, die Außenseite aus einer
ziemlich fusseligen Wolle gestrickt.
Es war gar nicht so einfach, die Unterhose anzuziehen, weil sich ziemlich eng war. Als wir es schließlich
geschafft hatten, bemerkte ich gleich, welch wohlige Wärme durch meinen Unterkörper zog. Auch spürte ich ein leichtes Jucken und Kratzen an meinem Po und in der Genitalregion. Es war aber eher angenehm als störend.
Nena bekam anschließend noch ein Bustier, das aus der gleichen Wolle wie die Unterhosen gestrickt war und auch furchtbar eng anlag. "Die Unterwäsche hätten wir mal", sagte Angie, als Nena zu zetern
anfing. "Das ist aber ganz schön eng." "Ihr werdet euch sehr schnell daran gewöhnen", antwortete
Angie. "Es muß so eng anliegen, damit die Unterkleidung nicht aufträgt." Das machte irgendwie Sinn.
Als nächstes reichten uns Cora und Sheila jeweils einen Wolloverall. Dieser Overall sah fast genauso
aus, wie das Teil, das wir die letzten zwei Tage getragen hatten. Es waren lediglich keine Handschuhe angearbeitet und der Reißverschluß war nicht im Rücken, sondern vorne eingearbeitet. Es bereitete
Mühe, in den Overall zu klettern, denn auch dieser war recht eng. Es war ein recht dünnes, aber dennoch sehr festes Material, das auf der Haut angenehm kratzte. Als wir die Overalls endlich
angezogen und die Reißverschlüsse hochgezogen hatten, sprach uns Angie Worte des Lobes aus. "Ich hätte nicht gedacht, daß euch die Kleider so gut passen. Wir haben sie nämlich erst über das
Wochenende nach euren Maßen gefertigt. Es fehlt aber noch was."
Angie trat zu uns heran und zog mal wieder je zwei Paar Ledermanschetten und zwei Halsbänder hervor.
"Die gehören zu den Anzügen, wie die Schaumkrone zu einem Pils", sagte sie. "Aber keine Angst. Ihr werdet die Schlüssel zu den Manschetten schon bekommen. Laßt mich jetzt erst mal machen." Da wir
bisher mit Angies Aktionen noch keine bösartigen Überraschungen erlebt hatten, ließen wir sie gewähren.
Ruck zuck waren die Manschetten um Hand- und Fußgelenke in die bekannte Zwischenschicht
eingeführt und hatten fest eingerastet. Auch Nenas und mein Halsband waren schnell eingeschoben und verschlossen. Ich hatte den Eindruck, als sei das Halsband, das ich jetzt trug, noch etwas höher und
fester als das, das ich zwei Tage lang anhatte. Mein Kopf wurde richtig schön gestützt.
"Ihr schaut richtig fesch aus, in euren Unterkleidern", sagte Angie. "Hier sind eure anderen Kleider, die
ihr mitgebracht habt. Zieht euch an und kommt hoch, dann trinken wir noch eine Tasse Kaffee. Wenn ihr nicht alles anziehen möchtet, dann könnt ihr den Rest hier in die Tasche machen."
In Anbetracht der Tatsache, daß ich eigentlich schon warm genug angezogen war, zog ich mir nur noch einen Rollkragenpullover und den Norwegerpullover sowie meine Jeans an. Nena begnügte sich mit dem
fusseligen Pullover mit Zopfmuster und Jeans. Den Rest der Kleidung machten wir in die Tasche, die uns Angie gegeben hatte und gingen hoch.
Angie saß bereits am gedeckten Tisch. Cora und Sheila waren nicht anwesend. "Setzt euch bitte", bat uns Angie und schenkte uns Kaffe ein. "Ich muß euch noch was erzählen. Die Unterkleider, die ich euch
geschenkt habe, sind eine ganz neue Erfindung von mir. Wie ihr sicherlich schon gespürt habt, ist die Schicht, die auf der Haut aufliegt, recht rauh. Und das ist gut - das fördert nämlich die Durchblutung
ungemein. Sie besteht aus 100% Island Schurwolle und ist naturbelassen. Die äußerste Schicht ist ein Gemisch aus Angora und Alpaka, sehr wärmend im allgemeinen. Der Clou bei dieser Kleidung ist aber
ihr Kern. Zwischen Innen- und Außenhaut befindet sich nämlich eine Schicht Gummi, die einerseits dafür sorgt, daß die Kleidung dicht anliegt und nicht aufträgt und andererseits keine Feuchtigkeit nach
außen läßt. So könnt ihr bei Bedarf richtig wunderbar schwitzen, ohne daß jemand etwas bemerkt."
Ich merkte auch bereits, wie mein Anzug zu kratzen anfing. Es war aber, wie gesagt, nicht ein
unangenehmes Jucken, sondern wirklich ein angenehmes Gefühl auf der Haut. Nachdem wir unseren Kaffe getrunken hatten, fragte uns Angie: "Wollt ihr nun nach Hause, oder wollt ihr mir noch ein wenig
Gesellschaft leisten? Wir können es aber auch so machen, daß ihr im Laufe der Woche noch mal vorbeikommt, und wir gehen dann mal gemeinsam aus. Ich werde euch dann auch noch herrliche Orte
zeigen, von denen ich denke, daß ihr sie noch nicht kennt."
Diesem Vorschlag stimmten wir zu. Angie bat uns noch, vorher kurz anzurufen, damit wir sie auch
antreffen würden. Wir verabschiedeten uns und gingen in Richtung Haustür. "Als Angie gerade die Tür öffnen wollte, fiel mir brennend heiß ein, daß sie uns die Schlüssel zu unseren Manschetten und
Halsbändern noch nicht gegeben hatte. "Wir brauchen noch die Schlüssel für unsere Catsuits", sagte ich. "Die müßten eigentlich heute per Post bei euch zu Hause eingetroffen sein. Mit denen habe ich nämlich
das Gleiche gemacht wie mit denjenigen für eure 'alten' Fesseln", antwortete Angie. Wir waren also mal wieder in Wolloveralls gefangen, glücklicherweise aber nicht für lange.
Als wir das Haus endlich verließen traf uns der Schlag. Das Wetter hatte sich gebessert und es waren jetzt bestimmt 28° C. Unser Auto stand dazu auch noch in der prallen Sonne. Wir öffneten die Türen
unseres Autos und setzten uns hinein. Es war wirklich ganz schön heiß. Da wir nicht sehr weit zu fahren hatten, dachten wir, wird würden es schon schaffen.
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