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Die Heimkehr

Nach etwa 45 Minuten Fahrzeit waren wir zu Hause. Ich fuhr den Wagen direkt in die Garage.
Glücklicherweise konnten wir von der Garage aus sehr schnell in unsere Wohnung gelangen, denn wir
hatten Angst, daß uns jemand mitten im Sommer in unserer Wollkleidung sehen würde. Schnell am
Briefkasten vorbei und ab in unsere Wohnung. Als die Tür hinter uns ins Schloß fiel, atmeten wir
zunächst einmal auf. Niemand hatte uns gesehen, wir hatten unsere Wohnung unbemerkt erreicht.

Ich machte mich natürlich direkt über die Post her und suchte den Brief von Angie, der die Schlüssel zu
unseren Catsuits enthielt. Da war er. Ich riß den Brief hastig auf und suchte die Schlüssel, fand aber
nichts. Beim Durchstöbern der restlichen Post fand ich eine Benachrichtigungskarte des Postboten.
Angie hatte die Schlüssel also als Päckchen geschickt. Nena oder ich mußte also zur Post, um das
Päckchen abzuholen. Das hatte Angie verdammt geschickt eingefädelt.

In dem Briefumschlag von Angie waren wiederum zwei Briefe, einen an mich und einen an Nena. Auf
einem beiliegenden Blatt stand zu lesen:

Hallo Ihr Zwei,
seid Ihr wieder gut daheim angekommen? Wie Ihr sicherlich schon bemerkt habt, möchte ich, daß Euch die
Annehmlichkeiten der Catsuits noch ein wenig erhalten bleiben. Ihr könnt jetzt zur Post fahren, um das Päckchen mit
den Schlüsseln abzuholen oder auch bis morgen früh warten. Wie ihr es auch macht - Ihr kommt im Moment nicht aus
den Kleidern raus!!! Bekennt Euch zur Wolle und fahrt jetzt trotz der Hitze wie Ihr seid zur Post.
Übrigens. Die beiden Briefe enthalten Tips für heute und morgen Abend. Mir ist es egal, wer seinen Umschlag zuerst
öffnet. Bitte aber nicht beide am gleichen Tag.
Wollige Grüße
Angie

Das war es also, was uns Angie noch verheimlicht hatte. Da mir der Mut fehlte, wie ich angezogen war,
zur Post zu fahren, schickte ich Nena los. Sie sträubte sich anfangs zwar ein wenig, machte sich aber
dann doch auf den Weg.

Nach etwa einer halben Stunde kam sie wieder zurück und war überglücklich. Sie hatte das Päckchen
mit den Schlüsseln bei der Post erhalten. Nena öffnete das Päckchen und staunte nicht schlecht. Es
enthielt außer den Schlüsseln noch drei Videocasetten. Da wir momentan nicht vorhatten, die Wohnung
zu verlassen, behielten wir unsere Kleider an, denn wir fühlten uns sehr wohl darin. Die Island
Schurwolle auf unseren Körpern tat ihren Dienst - sie juckte und kratze wahnsinnig angenehm.

Wir überlegten, was wir mit dem angebrochenen Tag noch anfangen sollten. So beschlossen wir, uns die
Videos anzusehen, die Angie in das Päckchen gelegt hatte. Nena und ich machten es uns auf dem Sofa
gemütlich, nachdem ich das erste Band eingelegt hatte.

Was wir da zu sehen bekamen, hatten wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht vorgestellt. Das Band
war quasi ein elektronischer Katalog, in dem die phantastischsten Wollkleidungsstücke vorgestellt
wurden. Es waren alles Kleidungsstücke, die im Winter voll straßentauglich waren. Angefangen von
ganz fusseligen Mohairpullovern mit wahnsinnig hohen und dicken Kragen, über Strickjacken und
-mäntel, Schals, Handschuhe, Mützen, Stulpen bis hin zu Wolleggings und ganzen Ensembles. Die
verschiedensten Modelle waren farblich sehr ansprechend aufeinander abgestimmt und entsprachen der
Wintermode für den nächsten Winter.

Als das Band zu Ende war, hechtete ich gleich zum Telefon, um Angie zu fragen, ob die gezeigten
Sachen käuflich zu erwerben seien. Es war aber leider nur der Anrufbeantworter zu Hause. Die anderen
beiden Bänder legten wir zur Seite, denn wir wollten die Eindrücke, die eben auf uns eingeschossen
waren, zunächst einmal verarbeiten.

Nena hatte mittlerweile die beiden Briefe geholt, die uns Angie geschickt hatte. Wir knobelten aus,
welchen Umschlag wir heute öffnen sollten. Das Los fiel auf Nenas Umschlag. Aufgeregt öffnete Nena
das Kuvert. Sie fing an, zu lesen. Voller Spannung erwartete ich, was denn nun da stand. Schließlich
sagte Nena: "Hier steht, daß ich dir nicht erzählen darf, was in dem Brief steht. Es sind nur
Anweisungen für mich. Angie bittet dich auch noch, zu mir vollstes Vertrauen zu haben. Wir sollen uns
bis heute Abend 19.00 Uhr die Zeit vertreiben und dann Angie anrufen."

Nena steckte den Brief wieder in den Umschlag und ging aus dem Zimmer. Ich war gespannt darauf, was
denn heute Abend passieren würde
.

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