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Coras und Sheilas Bett
Cora und Sheila gingen an einen der Wandschränke und öffneten eine Tür. Ich konnte aus den
Augenwinkeln erkennen, daß der Schrank voller Wollsachen war. Sie holten sich irgendwelche Sachen
aus dem Schrank, schlossen die Tür wieder und gingen an die Wand gegenüber unseres Bettes. Sheila
betätigte einen Wandschalter und wie von Geisterhand bewegt teilte sich die Wand in der Mitte auf.
Hinter der Wand wurde ein etwa vier Meter tiefer Raum sichtbar, in dem ein Podest stand, so daß wir
alles genau beobachten konnten, was da vorne vor sich ging. Cora und Sheila stiegen auf das Podest und
setzten sich auf runde Wolldecken, die auf dem Boden lagen. Am Rand der Decken waren im Abstand
von etwa zehn Zentimetern Seile befestigt, die sich in einem sehr dicken Seil sammelten, das wiederum zur Zimmerdecke führte.
Die beiden Mädels zogen jeweils noch eine Wollegging und einen dicken Rollkragenpullover an. Dann
fesselten sie sich in aller Gemütsruhe ihre Fußgelenke mit langen Schals und Schlüpften schließlich ein
einen wollenen, engen Beinsack, der an der Hüfte durch eine Art Hüftgurt verschlossen wurde. Danach
zogen sich beide zwei Wollkapuzen ohne jegliche Öffnung über den Kopf und schlangen sich einen sehr
langen Wollschal um den Hals, so daß der Hals nur einmal umwickelt war und die langen Enden über
ihre Busen herunterhingen. Die Wollkapuzen schmiegten sich fest um ihre Köpfe. Was hatten die beiden nur vor?
Auf der Wolldecke sitzend, winkelten sie ihre Beine etwas an und beugten ihren Oberkörper nach vorne,
bis die Halspartie die Knie erreichte. Sodann führten sie die langen Enden des Wollschals durch ihre
Kniebeugen wieder zum Genick und verknoteten das Ganze unter dem Kinn. Sie waren also gezwungen,
in dieser Stellung zu verharren. Cora und Sheila hatten aber noch freie Hände und konnten sich ja
jederzeit aus dieser Stellung befreien. Sie prüften nochmals den festen Sitz des Schals um ihren Hals und
legten dann ihre Hände so auf den Rücken, als ob sie warten würden, daß jemand kommt, um sie zu fesseln. Es kam aber niemand.
Etwa eine Minute saßen sie regungslos da, als ich ein klickendes Geräusch hörte und sah wie ihre
Körper kurz zuckten. Ich hatte übersehen, daß beide Mädels Handgelenkmanschetten trugen, die nun
ganz fest aneinanderklebten. Es mußte sich dabei um etwas ganz besonderes handeln. Ich hatte so was auf jeden Fall noch nicht gesehen.
Kurze Zeit später wurden die Ränder der runden Wolldecken durch die Seile automatisch hochgezogen.
Die Wolldecken drückten Sheila und Cora fest zusammen und hoben sie schließlich in die Luft. So
hingen die beiden nun frei schwebend und konnten sich genau wie wir ohne fremde Hilfe garantiert nicht mehr befreien. So dachte ich zumindest.
Nach einer kurzen Zeit schloß sich die Wand gegenüber unseres Bettes wieder. Angies Assistentinnen
und wir waren getrennt. Es dauerte auch nicht lange, bis das Licht im Schlafzimmer langsam dunkler
wurde und schließlich ganz erlosch. Nena und ich lagen in unseren Wollcocons im Bett, der Freiheit sich
räkeln und strecken zu können beraubt. Ich hörte von Nena noch ein kurzes, aber wohlklingendes,
'mmmmmmm', was wahrscheinlich so viel wie gute Nacht heißen sollte, dann schlief ich ein.
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